Der Zloty ignoriert die Wahl

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Maciej Przygórzewski, Chefanalyst bei Walutomat und Internetowykantor.pl
Maciej Przygórzewski, Chefanalyst bei Walutomat und Internetowykantor.pl

Die erste Wahlrunde wurde von den Devisenmärkten fast ignoriert. Wenn man bedenkt, wie sehr es den Erwartungen entspricht, kann man nicht allzu überrascht sein. Die Märkte reagieren am stärksten auf Überraschungen, und dies war nicht der Fall.

Erste Runde ohne Währungseffekt

Am Wochenende fanden in Polen Präsidentschaftswahlen statt. Die erste Runde brachte erwartungsgemäß keine Entscheidung. In der zweiten Sitzung haben der derzeitige Präsident Andrzej Duda und einer der Oppositionskandidaten Rafał Trzaskowski. Dieses Ergebnis ist für die meisten Beobachter keine Überraschung. Für die Märkte ist die wichtigere Frage, ob es in diesen zwei Wochen einen riskanten Vorschlag für das Budget geben wird. Vor der ersten Runde gab es trotz der Bedenken einer großen Anzahl von Analysten (abgesehen vom Urlaubsgutschein) nicht allzu viele teure Versprechen.

Probleme mit der Wirecard

Noch vor zwei Wochen war Wirecard ein Musterbeispiel für den Erfolg in der Fintech-Branche. Es fanden journalistische Untersuchungen statt, die jedoch häufig bei entsprechend großen Organisationen stattfinden. Heute haben wir German Enron. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Wirecard hat die Prüfung nicht nur nicht bestanden, sondern es stellte sich auch heraus, dass fast 2 Milliarden Euro verschwunden sind, die auf Treuhandkonten in Asien sein sollten. Neben dem Rücktritt des Vorstandes wurde auch ein Liquidationsverfahren beantragt. Diese Situation wirkt sich negativ auf den deutschen Handelssaal aus, in dem das Unternehmen bis vor kurzem ein wichtiges Unternehmen war. Indirekt wirkt sich dies auch negativ auf den Euro aus

USA wieder über Staat?

Die Daten vom Freitag zeigen, dass in den USA die Ausgaben trotz eines Rückgangs der amerikanischen Einnahmen um 4,2% im Mai um 8,2% gestiegen sind. Das Land lebt in der Regel von Krediten, und niedrige Zinsen machen es einfach. Es ist jedoch leicht zu erraten, dass es früher oder später zu einem Problem werden wird. Die Märkte empfanden es als neutral. Hier ist anzumerken, dass der Rückgang der Einkäufe hier viel besorgniserregender wäre als der Anstieg der Verschuldung. Die Wirtschaft würde sich langsamer erholen.

Heute gibt es im makroökonomischen Datenkalender keine wichtigen Daten.

Maciej Przygórzewski - Chefanalyst bei InternetowyKantor.pl